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14
Mai '10

Google Maps legal offline verfügbar machen

Beim Geocachen ergibt sich unterwegs immer wieder das gleiche Problem: Man hat alle Geocache-Daten über GSAK offline auf dem Laptop, würde aber gerne mal auf die Google Map schauen und muß dazu eine Datenverbindung aufbauen. Bisher hat Google dem spidern der Karte immer einen Riegel vorgeschoben und dazu ein Mengenlimit für Kartenaufrufe eingebaut. Nun stellt Google selbst ein Werkzeug zur Verfügung um Google Maps Daten auf dem eigenen Rechner zu speichern. Man kann die Karten-, die Terrain- und die Satellitenansicht speichern, die Kombination aus Satelliten- und Kartenansicht ist offline nicht verfügbar.

Das tolle daran: Google hat eine plattformunbhänge Lösung gebaut, die unter Windows, MacOS und Linux funktioniert!

Die Bedienung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber nach etwas Einarbeitungszeit kann man bequem Kartendaten speichern und hat so unterwegs stets aktuelle Karten- und Satellitendaten dabei!

Wie funktioniert das Ganze? Unter http://code.google.com/p/gmapcatcher/ lädt man sich die aktuelle Version des GMapCatchers herunter, Windows-User finden dort einen Installer, Mac- und Linuxuser ziehen sich einfach die aktuelle Version per svn aus dem Repository (svn checkout http://gmapcatcher.googlecode.com/svn/trunk gmapcatcher). Nach der Installation findet man den GMapCatcher unter Windows im Startmenü, unter MacOS und Linux startet man das Pythonskript maps.py – optisch gibt es zwischen den 3 Versionen keinen gravierenden Unterschied.

Hier sieht man das GMapCatcher Hauptfenster und einen aktiven Download.  Die folgenden Elemente sind im Hauptfenster sichtbar:

  • Online/Offline: Im Online-Modus funktioniert das Programm wie Google Maps im Browser und zeigt die Daten aus dem Internet an. Im Offline-Modus werden nur die auf der eigenen Platte gespeicherten Daten angezeigt.
  • Slider links: Hier wird der Zoom-Wert eingestellt. Anders als bei der Internet-Version zoomt ein kleiner Wert weiter in die Karte hinein, ein größerer Wert weiter raus.
  • Oben: Einstellungen (wichtig für den Speicherort der heruntergeladenen Karten), Suchfeld
  • Zweite Zeile: Download-Button und Einstellung für die Kartenart (Karte, Terrain, Satellit).

Mit einem Klick im Kartenfenster auf die rechten Maustaste kann u.a. die Karte zentriert werden und der Export der Karte als Grafik erfolgen.

Wie lädt man nun Karten herunter? Zuerst über das Suchfeld oben den Standort suchen und dann über die rechte Maustaste (Center Map here) den optimalen Mittelpunkt festlegen. Dann oben auf den Downloadbutton klicken und den Bereich der heruntergeladen werden soll (Width/Height) und den Zoomwert festlegen. Praktikable Werte sind hier z.B. 30 km bei Breite und Höhe und ein Zoomwert von 0 bis 7. Für manche Gebiete darf der Zoomwert offenbar auch negativ werden, in der Kartendarstellung lässt GMapCatcher in Nürnberg auch einen Wert von -1 zu. Welche Werte sinnvoll sind, sieht man, wenn man im Online-Modus mit dem Slider rein- und raus zoomt.

Nach dem Download – der je nach Größe und Zoomwert durchaus auch für mehr als einen Kaffee reicht – kann man die Karte in den Offline-Modus schalten und in der Karte zoomen und sie verschieben. Kommt man in einen nicht heruntergeladenen Bereich, erscheint der übliche graue Hintergrund. Hat man ursprünglich nur bis zu einem Zoomwert von z.B. 2 geladen, kann man den Bereich problemlos auf 1, 0 oder -1 ändern und GMapCatcher lädt dann nur die Karten nach, die noch nicht geladen wurden.

GMapCatcher kann nicht nur Google Karten herunterladen, sondern auch Karten von OpenStreetMap, Yahoo und einigen anderen Diensten, warnt jedoch z.B. bei OSM, daß der Bulk-Download gegen die Richtlinien von OSM verstößt.

Hier noch einige Screenshots von GMapCatcher:

 

Links:

1 Kommentar »

Ein Kommentar für "Google Maps legal offline verfügbar machen"

  1. Dosenfischen – der Podcast 119 | Geocaching Podcast DOSENFISCHER schrieb:

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