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28
Jun '10

Höhendaten in GSAK integrieren

Nachdem meine beiden GSAK-Vorträge auf dem Mega-Event im Pinzgau sehr gut angekommen sind, werde ich in Zukunft in loser Folge auch hier im Blog etwas über GSAK schreiben.

In das geniale Makro FindStatGen von lignumaqua hat die Höhendaten der gefundenen Caches ja bereits seit längerer Zeit integriert. Nun hat lignumaqua nachgelegt und ein Makro veröffentlicht, daß die Höhendaten auch für andere Datenbanken von geonames.org lädt und in der GSAK-DB speichert.

Voraussetzungen

Voraussetzung dafür, daß GSAK diese Daten auch anzeigen kann, ist eine aktuelle Maintenance-Version von GSAK. Ab Version 7.7.2 Build 16 vom 29. Mai 2010 werden die Höhendaten in GSAK direkt unterstützt. Wer die Höhendaten in GSAK integrieren möchte, muß also zuerst die aktuelle Version 7.7.1 installieren und dann mindestens Build 16 der Version 7.7.2. Wer das Maintenance-Release von GSAK benutzt, dem empfehle ich den Beitrag im GSAK-Forum zu verfolgen, dort werden neue Updates veröffentlicht.

Wie sieht das in GSAK aus?

In GSAK stehen 2 neue Felder zur Verfügung. Das Feld Elevation enthält die Höhendaten (wer hätte das gedacht) und das Feld Resolution die Genauigkeit, mit der diese Daten vom Satelliten erfasst wurden. Genauigkeit heißt in diesem Fall, die Größe des Rasters, für das der Satellit Höhendaten erfasst hat. In Deutschland ist das i.d.R. ein 90 x 90 Meter großes Raster, in den USA in den meisten Gebieten ein 30 x 30 Meter Raster. Je kleiner das Raster, um so größer die Genauigkeit der Daten. Beide Felder stehen in GSAK auch als DB-Variablen zur Verfügung: $d_Elevation und $d_Resolution.

In GSAK kann man über über die Einstellungen (Tools → Options → Display-Reiter) das Feld Elevation in die Darstellung aufnehmen und dann die Spalte an die passende Stelle schieben. Das Feld Resolution könnte man auf die gleiche Art und Weise hinzufügen, aber nachdem dort fast immer der gleicher Wert enthalten ist (90m), kann man sich das auch sparen.

Wenn die Daten später gefüllt sind, wie das geht folgt gleich, dann steht in GSAK eine neue Spalte (1) mit Höhendaten zur Verfügung, nach der man natürlich auch sortieren und filtern kann. In meinem HTML-Makro für die Ansicht (2) habe ich die beiden Variablen $d_Elevation und $d_Resolution ebenfalls hinzugefügt (klicken für großes Bild).

Höhendaten in GSAK

Wie befüllt man die Felder?

GSAK kennt die Höhendaten nicht, die importierten GPX-Files enthalten diese Information nicht. Abhilfe schafft das Elevation-Makro von lignumaqua. Das Makro steht im GSAK Macro Masterindex zur Verfügung, es heisst elevation, der dazugehörige Support-Thread mit dem Download-Link findet sich im GSAK-Forum unter der Adresse http://gsak.net/board/index.php?showtopic=10289. Nach der Installation legt man am besten einen Makro-Button für das Makro an und platziert ihn in der Buttonleiste von GSAK (siehe Screenshot oben). Danach kann das Makro mit einem Mausklick gestartet werden.

Makrostart

Nach Bestätigung mit “OK” werden die Höhendaten geladen, was je nach Anzahl der Caches einige Zeit dauern kann.

Makro läuft

 

Daten werden nur für Caches geladen, für die noch keine Daten vorhanden sind. Wenn alle Höhendaten abgefragt wurden, zeigt das Makro noch einen Überblick über die geladenen Höhendaten (die 10 höchsten und niedrigsten Caches und die durchschnittliche Höhe). Danach kann natürlich auch nach Höhendaten gefiltert werden, auf dem Tab “Other” in den Filtereinstellungen gibt es ganz unten das Feld “Elevation”, mit dem ein Filter nach Cachehöhe gesetzt werden kann (klicken für großes Bild).

Filter für Höhendaten

Sollte man die Höhendaten einmal neu einlesen wollen, dann ist es wichtig nicht nur den Wert Elevation zu löschen, sondern auch den Wert Resolution. Am besten die beiden Felder über die Funktion Global Replace (Menü → Database → Global Replace) leeren und dann das Makro starten.

4 Kommentare »

4 Kommentare für "Höhendaten in GSAK integrieren"

  1. schuhhirschNo Gravatar schrieb:

    Schön!
    Das “Resolution”-Feld ist allerdings nicht numerisch. Sobald man über die GUI (Edit waypoint…) händisch einen Wert ins Elevation-Feld einträgt, wird “Resolution” auf “USER” gesetzt. Vor allem in gebirgigen Gegenden mit großen Gradienten weichen die SRTM-Daten oft hunderte Meter von den tatsächlichen Höhen, speziell bei Gipfel, ab, auch da hier oft nur ein 1km-Raster vorliegt.

  2. RadlerAndiNo Gravatar schrieb:

    nicht zu diesem Blogpost, aber irgendwie beim Thema: ich war erstaunt als ich sah, dass bei meinem höchsten Cache die 30-m-Auflösung genau den gleichen Wert wiedergibt, wie sie mein GPS im Tracklog gespeichert hatte, 2445 m.

    Aber: Was mich wundert, warum im FindStatGen auch 30-m-Auflösung vorhanden ist, in diesem Makro aber offenbar(?) nur die 90-m-Auflösung…

  3. NeheimerNo Gravatar schrieb:

    ich finde diese Infos sehr nützlich. Dann kann ich schon von hieraus sehen wir hoch die Caches in Freiburg liegen. ;-)

  4. AngrentilNo Gravatar schrieb:

    @RadlerAndi:

    Das zugrundeliegende Höhenmodell, aus dem die Daten gewonnen werden stammt von der SRTM (Shuttle Radar Topography Mission) aus dem Jahr 2000. Damals wurde vom Großteil der Erde die Höhendaten aufgenommen und bis heute ist es von der Vollständigkeit her gesehen nach wie vor das beste DHM (Digitales Höhenmodell), das wir haben. Allerdings gibt es zwei Versionen, die frei verfügbar sind: für die USA gibt es diese Daten mit einer Auflösung von 30×30m (1°x1°), für den Rest der Welt gibt nur die reduzierte Version von 90×90m (3°x3°) frei erhältlich. Sprich, du wirst in Europa immer nur 90×90m Auflösung haben, für die andere Variante brauchst du einen Cache aus den Staaten.

    Vor wenigen Tagen ist der deutsche Satellit TanDEM-X gestartet, welcher auch mit Radarstrahlung arbeitet. Zusammen mit dem schon seit einiger Zeit existierenden TerraSAR-X, wird er in absehbarer Zeit ein komplette Neuaufnahme der Welt starten und wir werden ein noch viel genaueres Höhenmodell bekommen. Ob diese Daten dann aber frei verfügbar sein werden ist eine andere Geschichte. ;)

    LG, Angrentil

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